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Urlaub mit Hund und Kind – Bloggerin Victoria hat getestet

Urlaub mit Hund und Kind – Bloggerin Victoria hat getestet

Wir haben Bloggerin Victoria von Lützau eingeladen, uns doch mal mit Hund und Familie auf Herz und Nieren zu testen. Und hier kommt nun ihr Bericht, vielen Dank Victora und hoffentlich bis bald mal wieder:

Auf nach Österreich, Bad Gastein, wir sind unterwegs: Mit Kleinkind und Hund reisen wir 300 Kilometer gen Süden. Wir testen das Hotel „Residenz Gruber“ speziell für Hundehalter; Hauptzielgruppe sind Familien oder Pärchen mit Hunden.

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Unser Dicker, Gertis Tochter Victoria, Bloggerin Victoria mit Sohn und Gerti (v.l.n.r.)

Ein paar Tage Bergluft, Erholung und Neues entdecken – darauf freuten wir uns seit Wochen. Allerdings fragten wir uns auch einen Tag vor der Abreise, wo das ganze Gepäck hinsollte: Der Kofferraum war schon besetzt, mit ganzen 70 kg Hund. Im Auto blieb nur der linke Sitz im Fond (ihr glaubt gar nicht, was dort alles hinpasst!) – und das Dach.

Zum Glück musste dieses Mal kein Babybett und kein Buggy mit auf große Fahrt – schlauerweise hatte ich das „Babypaket“ im Hotel „Residenz Gruber“ angefragt.

Nach vier Stunden Fahrt erreichten wir den Ortsteil Böckstein, eine ehemalige Bergwerksiedlung. Der beschauliche Ortsteil von Bad Gastein liegt rund zwei Kilometer vom mondänen Hauptort entfernt. Die Residenz Gruber ist schnell gefunden und ein freier Parkplatz ebenso. Absoluter Eyecatcher – sorgt bei mir immer noch für Begeisterungsstürme – ist die Hundebadewanne vor dem Hotel: Falls der Hund mal wieder sein Körbchen mit der Schlammgrube verwechselt.

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Im Garten können alle entspannen!

Gerti Gruber, Inhaberin des Hundehotels, hatte uns an der Rezeption Schlüssel und Hinweise hinterlegt; für die Gäste stehen Snacks in Schalen bereit: Schoki für die Zweibeiner und Knabbersticks für die Vierbeiner. Ich bin entzückt. Das Haus besticht durch die Liebe zum Detail, immer wieder entdecke ich schöne Kleinigkeiten.

Unser kleines Apartment im ersten Stock ist gemütlich und praktisch ausgestattet: Ein sauberes Badezimmer mit Dusche, eine Essecke mit Kochnische und ein riesiges Sofa zum Relaxen warten auf uns. Auch der Schlafbereich strahlte ein „Willkommen“ aus – jedes Zimmer ziert ein schöner Spruch auf der Wand.

Auf den Hund wartete ein kleines Willkommenspaket mit Spielzeug und Leckerli, auch gefüllte Futternäpfe und eine Decke lagen bereit.

Die erste Erkundungstour durch das Haus offenbart die familiäre Atmosphäre: Kaffee, Kuchen und  Getränke entnehmen Gäste aus dem Frühstücksraum und notieren die Anzahl auf einer Strichliste. Auch hungern muss niemand, wer möchte, kann in den beiden Restaurants neben dem Hotel mit Hotel-Voucher Essen gehen oder aber lässt sich von Gerti eine Pizza direkt aus dem Pizzaofen bringen: Gerti wohnt mit ihrer Familie direkt am Haus und ist Ansprechpartnerin für Wandertipps, Hundebetreuungsservice und alle anderen aufkommenden Nöte.

Good to know: Unser Urlaubstester auf vier Pfoten – ein Kangalmix von 70 kg aus Spanien – ist eine Seele von Hund. Er liebt unseren Sohn, bleibt geduldig liegen während der Kleine um ihn herumwuselt. Allerdings hat er eine bestimme Angewohnheit, zurückzuführen auf seine Herkunft: Kangals sind von jeher Herdenschutzhunde, die ohne menschliche Einwirkung Schafherden gegen Wölfe verteidigen. Dementsprechend gesprächig sind sie: Jedes Geräusch ist meldepflichtig. Unser „Dicker“, ein Ass im Mantrailing, ist es außerdem gewohnt, die Führungsrolle zu übernehmen: Bei Mensch und Tier. Ihn einzubremsen erfordert Disziplin und besonderen Umgang mit dieser großen Persönlichkeit. Dementsprechend anstrengend ist der Umgang manchmal. Der Dicke war daher für Gerti und ihr Team kein einfacher Tester. INFO zu Herdenschutzhunden hier 

Das Hotel, u. a. ausgestattet mit Sauna, Solarium, Sportraum, Kinderspielraum, eingezäunten gepflegten Garten, Abenteuerspielplatz und Bolzplatz mit Riesentrampolin, strahlt einen gemütlichen Charme aus: Es wird von Gerti bereits in dritter Generation geführt. Auch die Familie packt mit an; schon die 12-jährige Victoria kümmert sich teilweise mit um die Hunde und auch Omas hausgemachte Marmeladen finden sich am Frühstücksbuffet.

Unser Reisetagebuch

Die Bergluft ruft! Nach dem reichlichen Frühstück – Hunde sind im Speisesaal übrigens willkommen – fragen wir die Hotelinhaberin Gerti nach schönen und kindgerechten Wandertouren. Wir können direkt am Hotel starten und entscheiden uns für den Weg zur „Astenalm“.

Die Wanderschuhe sind geschnürt, der Hund angeleint und das Kind sitzt in der Kraxe. Diese können Familien hier übrigens auch ausleihen! Wir laufen los, überqueren den ersten Bach und laufen ein kurzes Stück die Strasse Richtung „Sportgastein“ hinauf. Nach ca. 350 m verlassen wir die Strasse und biegen auf einen Feldweg ein. Vorbei an der Evian-Quelle und an einem Goldwasch-Platz überqueren wir den letzten Parkplatz. Leicht ansteigend führt der breite Weg durch die Natur, bis zu einer Wegkreuzung: Will man zur oberen Astenalm, geht es nach links, zur unteren Astenalm nach rechts. Unten hört sich nach dem Anstieg mit Kraxe, Rucksack und eigenwilligem Hund hervorragend an. Wir überqueren ein Weidegitter und schon kam es fast zum Eklat: Zwei ältere Damen ließen ihren kleinen Pudel ohne Leine laufen, der sich kläffend unserem Dicken näherte. Der weltbeste Ehemann ging dazwischen: Die Damen waren etwas bestürzt, dass sich ihr Hund so aufführt. Die Leinenpflicht hatten sie ignoriert.

Good to know: Ein Rudelführer, in dem Fall der Mensch, muss sein Rudel, hier der angeleinte Hund, vor „gefährlichen“ Situationen beschützen. Wenn der Hund hier sich selbst überlassen wird, kann das ungut ausgehen, weil:

  • Die Rangordnung umgekehrt wird
  • Aufgrund der Größenverhältnisse Verletzungen entstehen können
  • Künftig Probleme in ähnlichen Situationen auftauchen können

Ein angeleinter Hund ist immer angespannter, weil er durch die Leine eine Bindung zu Herrchen oder Frauchen hat: Das macht ihn stärker und u.U. aggressiver. Ohne Leine sind Hunde häufig unsicherer und treten ganz anders auf. Das macht das Kennen lernen untereinander einfacher.

Wir schießen einige Bilder und laufen weiter durch die schöne Bergwelt zur Alm, vorbei an Kühen und ihren Kälbern.

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Der Fussweg mit Kind und Hund zur Astenalm beträgt ca. 50 Minuten, je nach Tempo und Pipipausen.

Good to know: Kühe fassen Hunde häufig als Bedrohung auf. Mit Abstand zügig vorbei laufen, Hund bei Fuß. Die Kühe immer im Blick, vorwitzige Jungbullen spurten auch schon mal spontan hinterher.

Die Astenalm beeindruckt uns – und vor allem das Kind – durch einen großen, gut ausgestatteten Spielplatz mit Sandkasten, Rutschen, Gänsen, Hühnern und Wasserbrunnen. Auf sonnenbeschirmten Holzbänken finden wir Platz, der Hund liegt bei Fuß und kündigt jeden weiteren Besucher an. Wir beeilen uns mit dem Essen, Regen und Gewitter sind angesagt. Mit eigensinnigem Kleinkind (er wollte im Sandkasten bleiben) und noch eigensinnigerem Hund (Kühe? Beeilen? Ach nö.) traten wir den Rückweg an. Das angekündigte Gewitter zog übrigens erst am Abend auf.

Nachmittags ließen wir den Hund im Zimmer (er fühlte sich dort sehr wohl und war insgesamt wesentlich ruhiger als ich dachte) und fuhren noch schnell nach Bad Gastein einkaufen.

Samstags wollten wir Bad Gastein ansehen. Nach schlafloser Nacht (warum kommen Juniors Backenzähne alle im Urlaub?) ließen wir den Tag jedoch gemütlich angehen. Der Ehemann beglückte den Hund mit einer größeren Gassirunde, der Filius und ich nickerten noch etwas. Bei der Vorbereitung des Mittagessens erkannten wir den Balkon als hervorragende Aussichtsplattform für den Zwerg: Voll eingezäunt, mit sehr hoher Balustrade, konnte er durch Gucklöcher im Holz nach Autos und Fußgängern gucken (trotzdem hatten wir immer ein Auge auf ihn). Heute war auch viel los: Die Autobahn staute sich und die Umleitung führte durch das Gasteiner Tal.

Good to know: Auf der Südseite des Gasteiner Tals verkehrt nur ein Autozug, der rund 40 Fahrzeuge aufnehmen kann.

Nach Bad Gastein ging es mit dem Auto, den hoteleigenen Buggy an Bord. Der Dicke durfte im Apartment ausruhen und schlief. Wer durch Bad Gastein läuft, sollte gut zu Fuß sein: Es geht rauf und runter. Die Aussicht lohnt sich aber: Ein großer Wasserfall führt mitten durch den malerischen Ort. Die Eisdiele 50 m vom Wasserfall entfernt können wir guten Gewissens empfehlen! Die Zeit raste, wir fuhren zurück und verbrachten den Abend auf Spielplatz und im Garten.

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Bad Gastein

Der letzte Tag fing früh an: Um neun Uhr morgens freuten sich die Hotelgäste über das organisierte Fotoshooting, Junior und ich hatten Spaß auf Rutsche und Schaukel. Dann hieß es packen. Trotzdem wollten wir noch die Mautstraße nach Sportgastein (Nationalpark Hohe Tauern) hochfahren (sechs Kilometer, fünf EUR). Der Weg lohnt sich: Freilaufende Ziegenherden im von Dreitausendern umgebenen Tal. Wohin das Auge reicht: Berge, Wasserfälle, Wanderwege. Und ein tolles Restaurant, das Valeriehaus. Mit Bergblick. Das Essen ist lecker, Hunde gerne gesehen und Kinder sind mit Spielplatz und Miniponys beschäftigt.

Wehmütig mussten wir anschließend nach Hause fahren, und dass, wo sich Hund und Kind so gut eingelebt hatten.

Good to know: Die Adria ist nur drei Stunden entfernt!

 

Interview mit Hotelchefin Gerti Gruber

Gerti Gruber managed das Hundehotel „Residenz Gruber“ in Böckstein zusammen mit einem 3-Mäderl-Team, die sie mit flexiblen Arbeitszeiten vom Heimarbeitsplatz aus unterstützen. Früher noch Kurhotel, zieht es nun fast ausschließlich Gäste mit Hunden zu ihnen ins Gasteiner Tal. Wir durften sie hier besuchen und baten die Powerfrau gleich noch zum Interview.

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Gerti & Schildkröte Franzi

Gerti, wie bist du auf die Idee gekommen ein Hundehotel zu eröffnen?

Anfangs war die Residenz Gruber das Kurhotel meiner Eltern. Wir selber besaßen einen Colli-Schäfer-Mischling und einen Bernersenn-Mischling. Dadurch versetzten wir uns in die Lage anderer Hundebesitzer: Hundebetreuung für den Urlaub muss organisiert werden oder aber der Hund muss mit. Daher erlaubten wir Hunde im Hotel, nach kurzer Zeit hießen wir sie groß willkommen: Bald kam niemand mehr ohne Hund.

Dann überlegten wir, was braucht ein Hund an Gepäck, was können wir den Besitzern abnehmen? Wir stellen vom Futternapf über die Hundedecke viele Ausrüstungsgegenstände bereit.

Ihr habt ja auch ganz spezielle Programme für Hunde im Angebot. Was gehört dazu?

Wir probierten schon eine Menge aus; beispielsweise Hundemassage. Leider ist unsere Hundetherapeutin krankheitsbedingt ausgefallen und wir sind noch auf der Suche nach Ersatz, denn dieses Angebot wurde wirklich sehr gerne angenommen.. Hundekino mit Großbildleinwand war ein Versuch, aber das Interesse von Hundeseite war nicht so groß. Dafür ist die Spielstunde im Sommer ein Highlight.

Wie lange ist das ehemalige Kurhotel nun ein reines Hundehotel?

Mittlerweile seit rund 20 Jahren – im Sommer. Im Winter sind vorwiegend Skifahrer zu Gast. Für Kururlauber bieten wir eine Hundebetreuung im Haus an. Der Heilstollen liegt nur einen Kilometer entfernt, die Gäste haben es nicht weit.

Sind auch schwierige Hunde zu Gast?

Im normalen Hotelalltag nicht, zu unseren Problemhunde-Seminaren: Ja. Allerdings sind das spezielle Seminarwochen im Haus, darauf weisen wir unsere Gäste auch hin. Wir bieten spezielle Trainings an. Hundebesitzer mit schwierigen Hunden ziehen Ferienhäuser vor, um Stress zu vermeiden.

Raufen kommt natürlich mal vor, wenn zwei Hunde hinter einem Ball her sind. Aber das ist normales soziales Verhalten.

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Gibt es in Österreich auch Hundetrainer-Ausbildungen ähnlich wie in Deutschland?

Ja, die gibt es hier mittlerweile auch. Ich persönlich habe durch unsere zwei großen Hunde sehr viel Erfahrung gesammelt und habe seit Jahren täglich mit Hunden zu tun.

Da können wir unseren Großen auch beruhigt bei dir abgeben? Als Herdenschutzhund mit 70 Kilogramm ist das ja kein einfaches – wenn auch freundliches – Kaliber.

Das ist absolut kein Problem, ich komme eigentlich mit jedem Hund klar. Schwieriger ist die Abgabe des Hundes ansich: Ich vergleiche das gerne mit der KiTa-Eingewöhnung von Kindern – Eltern und Hundebesitzer können häufig nur schwer loslassen (lacht).

Gab es besondere oder schlimme Erlebnisse, die dir im Gedächtnis blieben?

Die Tage sind durchweg positiv; unsere Gäste kommen untereinander schnell ins Gespräch und treffen sich abends häufig im Garten, sitzen zusammen und plaudern. Durch die Gemeinsamkeit „Hund“ kam es bisher nicht einmal zu einer besonders extremen Situation.

Ist denn das Hundehotel dein Lebenstraum?

Ja. Obwohl, als Kind wollte ich einen Reiterhof haben. Aber dann ist es doch das Hundehotel geworden (lacht).

Stichwort Familienbetrieb: Helfen die Kinder auch mit im Hotelalltag?

Ja, so wie es eben geht neben Schule und Ausbildung. Meine Tochter Victoria betreut in den Ferien häufig Hunde und organisiert die Spielstunde im Garten.

Sind viele Familien zu Gast?

Schwerpunkt sind hauptsächlich Pärchen mit Hund, aber wir waren schon immer auch Familienhotel. Bedingt durch unseren großen Spielplatz, den Garten und den Spielraum. Optimal sind hier deshalb Familien mit Hund aufgehoben. Kinderbetreuung beispielsweise ließe sich jederzeit organisieren.

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Ist das Merkmal „Hundehotel“ ein Alleinstellungsmerkmal in der Umgebung?

Wir waren lange ganz alleine, mittlerweile bieten viele Hotels schon den Zusatz „Hunde willkommen“ an. Reine Hundehotels gibt es in Österreich nur rund fünf Stück.

Gerade mit großen Hunden ist es problematisch etwas Passendes zu finden. Ihr habt damit ja keine Probleme, oder?

Nein, gar nicht. Zwei Wolfshunde waren bereits hier, ein Gast hatte sechs Bernersennenhunde dabei. Doggen sind auch immer wieder im Hotel. Gerade für Paare mit großen oder aber mit vielen Hunden sind wir die ideale Anlaufstelle, kleinere Hunde sind ja oft auch in klassischen Hotels erlaubt.

Pizza-Pause: Gerti bietet selbstgemachte Pizzen für die Gäste an und schiebt eine Pizza „Hawaii“ in den Pizzaofen. Dann geht es weiter:

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Gerti, bietet ihr nur Frühstück und die Pizzen im Hotel an?

Ja, durch unsere Partnerhotels ist die eigene Küche am Abend nicht notwendig. Aufgrund der Größe des Hotels machen wir das meiste ja selber, und mit unseren anderen Projekten ergänzt sich das dann gut: Der Aufbau unseres Chalet-Dorfes am Fuße des Mölltaler Gletschers fordert viel Zeit und Energie. Wobei hier allerdings mein Partner die meiste Zeit investiert.

Ein richtiger Familienbetrieb – wo nimmst du nur die Energie her?

Ach, ich muss immer etwas zu tun haben: von 2010 – 2012 habe ich den MB in Tourismus an der Universität berufsbegleitend absolviert. Hierfür ging es nach St. Gallen, London und Vancouver. Meine Familie unterstützte mich während dieser Zeit sehr.  Dann haben wir ja noch das Chaletprojekt in Kärnten und den Handel mit Pick-Ups. Darum bitte ich auch um Verständnis, dass ich nicht immer vor den Kulissen zu sehen bin sondern sehr viel Hintergrundarbeit erledige. Da ist es gut, wenn man seine Familie und ein tolles kleines Team an verlässlichen Mitarbeitern hat. Bin ich mal nicht vor Ort, so bin ich doch jederzeit und für alle Fragen telefonisch erreichbar, und meine Mädels betreuen unsere Gäste auch, selbst wenn sie nicht an der Rezeption sind, rund um die Uhr per Chat. Da unterstützen uns neue Kommunikationsmedien schon sehr.

Kannst du noch etwas für den Ausgleich tun? Machst du Sport?

Ja, regelmäßig; wenn ich faul bin, gehe ich nur eine schnelle Runde Laufen. Ansonsten geht es in die Berge, per pedes oder mit dem Mountainbike, das ist schon anstrengender. Oft laufen wir auch zu Zweit.

Zurück zum Hundehotel – was geht gar nicht, welche Regelung müssen deine Gäste beachten?

Da gibt es tatsächlich eine goldene Regel, bei der Hundebetreuung. Es kommt immer wieder vor, dass Familien hier ankommen und sofort den Hund abgeben wollen. Das muss ich vehement verneinen, denn der Hund braucht erst einmal einen Tag Zeit, um überhaupt anzukommen: Fremder Ort, fremde Leute – er soll das Zimmer zuerst als „Zuhause“ annehmen und zur Ruhe kommen. Das sage ich auch diesen Gästen deutlich: Das geht nicht, da hört mein Verständnis auf.

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Absolut verständlich. Zum Abschluss habe ich noch zwei Fragen. Die erste lautet: Welche Ausflugstipps hast du für unsere Leser parat?

Ganz klar die Astenalm mit den leckeren Bauernkrapfen, dann natürlich der Wasserfall in Bad Gastein, der Hörkarfall – Mutige wagen sich hier sogar ins Wasser – die alte Bergwerksiedlung mit Museen hier in Böckstein und auch die Hängebrücke. In der Bergbahn sind Hunde übrigens erlaubt und gern gesehen.

Tolle Tipps, danke! Nun interessiert mich aber – wo machst du eigentlich am Liebsten Urlaub?

Wir fahren gerne ans Meer: Von uns aus geht es in drei Stunden an die Adria!

Liebe Gerti, ich danke dir für das nette Gespräch!

 

Ausflugstipps in der Umgebung

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Das Montan Museum in Böckstein
  • Wanderungen: Mit Kind empfehlen wir den Weg zur Astenalm. Weitere Wandertipps hat Gerti für euch zusammengefasst: HIER
  • Gesundheit: Felsentherme in Bad Gastein, Heilstollen in Böckstein
  • Sehenswert: Bad Gastein mit Wasserfall, Böckstein mit den zahlreichen Museen, Dorfgastein
  • Aktivitäten: Goldwaschplatz am Bach im Angertal, Tennis, Reiten, Paragliding, Bergsteigen, MTB uvm.
  • Baden: Thermen in Hofgastein und Bad Gastein, Badesee in Bad Gastein

 

Service & Information

 

Hund

  • Hundebetreuung beim Frühstück: Gerne beschäftigt Gertis Tochter Victoria auch die Hundemeute während Herrchen und Frauchen in Ruhe frühstücken.
  • Early Walk: Wer ausschlafen möchte, bucht den „early walk“ – das morgendliche Gassigehen entfällt für den Hundebesitzer.
  • Tagesbetreuung: Auch Ausflüge ohne Hund sind möglich: Gerti, selber seit Jahrzehnten hundeerfahren, kümmert sich um den vierbeinigen Liebling. So lassen sich Kuraufenthalt und Haustier ideal kombinieren.
  • Auslauf: Der Garten ist eingezäunt und mit Wasserbad und Spielzeug bestückt.
  • Gassiwege ca. 100 m hinter dem Haus in der Natur. In Österreich herrscht fast überall Leinenpflicht, so auch in Bad Gastein. Laut Gerti sind hier alle allerdings sehr hundefreundlich und tolerant, sodass auf den Spazierwegen der Hund auch mal problemlos lossausen kann. Nur im Wald sollte er unbedingt an der
  •  Leine gehen. Die Maulkorbpflicht in Österreich, über die man immer wieder liest, gibt es in Bad Gastein nicht, auch im Bus, Zug oder bei den Bergbahnen ist er nicht notwendig.
  • Einreise: EU-Heimtierausweis mit den wichtigen Impfungen muss mitgeführt werden
  • Ausstattung im Hotel: Decke, Futter mit Futternapf und Wassernapf, Spielzeug (wird immer wieder aufgefüllt) und ein kleiner Dogshop mit Vorrat an Leckerlis, Leinen, Halsbändern, Bürsten, aber auch Regenmänteln etc.

Good to know: Der Garten ersetzt nicht das Gassigehen! Geht doch mal was daneben, wird es selbstverständlich vom Hundebesitzer entfernt.

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Herrchen & Frauchen:

  1. Entspannung: Auf Anfrage können Gäste Massagen buchen oder in Sauna oder Solarium relaxen. Im Garten stehen Loungemöbel und Liegestühle zum Relaxen bereit.
  2. Essen im Hotel: Frühstück im Haus im eigenen Frühstücksraum (Buffet). Bei Halbpension stehen für den Abend zwei Hotels neben der Residenz Gruber zum Essen zur Verfügung. Für den Hunger zwischendurch backt Gerti Pizza.
  3. Einkaufen: Ein Bäcker findet sich 150 m weiter, der nächste Supermarkt ist ca. einen Kilometer entfernt. In Bad Gastein finden sich alle Geschäfte des täglichen Lebens.
  4. Zimmer: Zimmer, Studios und Apartments mit Bad von 20 – 55 qm verfügbar (wir durften das Studio Alpine Modern testen), neu sind auch Gartenappartements. WLAN, TV, Telefon finden sich auf allen Zimmern, Studios und Apartments sind mit Miniküchen ausgestattet. Alle Infos findet ihr hier
  5. Preise: Sommer-Pauschalangebote sind bspw. für drei Nächte ab 229,- EUR verfügbar. Weitere Preisinformationen sind auf der Homepage ersichtlich.
  6. Gasteincard: Für die Kurtaxe erhält jeder Gast die Gasteincard mit zahlreichen Vergünstigungen.
  7. Events: Wellness für Mensch und Hund; Wanderungen mit Hund uvm.
  8. Essen auswärts: Alle Restaurants in der Umgebung findet ihr HIER  

Zur Post, Böckstein: Partnerrestaurant des Hotels mit guter landestypischer Küche €€

Valeriehaus, Sportgastein: Teils gehobene landestypische Küche mit grandiosem Blick €€

Untere Astenalm, Böckstein: Deftige Brotzeiten und leckere Bauernkrapfen (warmes Essen auf Vorbestellung) €€

Gasthof Radhausberg, Böckstein, das typische österreichische „Wirtshaus“ mit ausgezeichneter Küche und vielen saisonalen Spezialitäten €€

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Kinder

  • Equipment: leihweise erhältlich sind Kinderreisebett, Kraxe, Buggy und Hochstuhl
  • Kinderbetreuung auf Anfrage möglich
  • Beschäftigung: Spielzimmer bei schlechtem Wetter, Abenteuerspielplatz, Trampolin
  • Gertis Insidertipp: „Der beste Spielplatz ist die Natur selbst, wir sind damit aufgewachsen, Burgen aus Fichtenzapfen zu bauen, kleine Bäche zu Tümpeln zurückzustauen und sich mitten in den Heidelbeeren sitzend sattzuessen, auch wenn die Flecken aus den Jeans dann nie wieder rausgingen, das kann bei uns jeder erleben.“

 

Fazit

Wir können das Hotel „Residenz Gruber“ in Böckstein wärmstens allen Hundehaltern, vor allem Familien, empfehlen. Unser Sohn hat sich sehr wohlgefühlt, kein Gast fühlte sich durch uns gestört (was ja in Hotels durchaus mal vorkommen kann). Im Gegenteil, die Atmosphäre war sehr herzlich, ein Italiener hätte auch unseren Dicken fast adoptiert. Unser Großer bellte zwar im Garten und gelegentlich auf dem Zimmer, um Geräusche zu „melden“, doch auch das sahen alle relativ entspannt. Wir werden wiederkommen, das steht fest.

Mehr Informationen unter Residenz Gruber und BAD GASTEIN

Pressereise: Dieser Bericht entstand mit freundlicher Unterstützung durch Hotel Residenz Gruber.

 
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