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Die Gasteiner Pflanzenwelt – vielfältig und schön

Gasteiner Pflanzenwelt -  fotografiert von Fritz Gruber

Die Pflanzenwelt in Gastein – im Bild festgehalten von Prof.Dr. Fritz Gruber

Fritz Gruber

Prof.Dr. Fritz Gruber hat die Residenz Gruber (damals noch Pension Gruber) in zweiter Generation von seinen Eltern übernommen. Seine Frau hat darauf die Leitung des Hauses übernommen, sodass er sich seinen eigentlichen beruflichen Anliegen widmen konnte. Hauptberuflich Lehrer/Oberstudienrat an der Hotelfachschule Bad Hofgastein galt und gilt sein Interesse der Erforschung Gasteins. Als bekannter Montanhistoriker verfasste er zahlreiche Bücher und Publikationen über Gastein und den Gold- und Silberabbau in der Region, dem die Stadt Salzburg seinen Reichtum verdankte. In akribischer Arbeit in Archiven gewann er immer wieder neue Erkenntnisse.

Viele davon fasste er in seinem jüngsten Buch „Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung“ zusammen, ein Buch, das in Berichten und historischen Mosaiksteinen reich bebildert die Geschichte des Tales darstellt. Nähere Infos zu dem Buch auf www.facebook.com/Mosaiksteine.Gastein .

Seine eigentliche Leidenschaft gilt aber der Natur. So hat er in jahrelanger Beobachtung und Erforschung als freier Mitarbeiter für das botanische Institut Salzburg eine Bestandsaufnahme der Gasteiner Pflanzenwelt gemacht, anhand von Belegexemplaren dokumentiert und hält diese auch auf Bild fest. Ein neues Buch ist gerade im Entstehen.

Die Gasteiner Pflanzenwelt – Beschreibung und Impressionen von Prof.Dr. Fritz Gruber

Die Vegetation des Gasteiner Tales ist sehr vielfältig, da sie sich von den relativ niedrigen Kalkgebirgsbereichen im Norden des Tales bis zu den bis auf 3000 m Seehöhe hinaufragenden Hochgebirgsbereich im Süden, größtenteils mit silikatischen Gesteinen, erstreckt.

Die Hochgebirgswälder sind von Fichten (Picea abies) dominiert, in der Höhe durchsetzt mit Lärchen (Larix decidua) und in bestimmten Bereichen mit prächtigen Zirbenbeständen (Pinus cembra). Unter den Laubbäumen ist es der Bergahorn (Acer pseudoplatanus), der in beeindruckenden Beständen das gebirgige Landschaftsbild prägen kann. Am höchsten hinauf steigt der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia), der schon in einer Höhe von 2200 m gesehen wurde. Selten sind Tannen (Abies alba), die hauptsächlich im Kötschachtal und im Anlauftal vorkommen.

Für die Nordabhänge der Hohen Tauern gelten die Föhren (Pinus sylvestris) im Kötschachtal, hier quasi als endemisches Vorkommen, für eine erstaunliche Ausnahmeerscheinung. Von den Blütenpflanzen im engeren Sinn, den Blumen und Gräsern, sind rund 1400 Species im Tal nachgewiesen. Als Besonderheit gilt das Moosglöckchen (Linnaea borealis) und etliche andere Gebirgspflanzen wie zum Beispiel der Zwerg-Himmelsherold (Eritrichium nanum) und der Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis).

Das Edelweiß (Leontopodium alpinum) ist weit verbreitet und aus botanischer Sicht eigentlich fast so etwas wie eine Alltäglichkeit – allerdings nur, sofern jemand eine Hochgebirgswanderung unternimmt. Im Gasteiner Tal gibt es insgesamt 16 Enzian-Arten, besonders auffällig mit seinen dunkelblauen Blüten ist der Silikat-Glockenenzian (Gentiana acaulis), dem der Kalk-Glockenenzian (Gentiana clusii) an Häufigkeit deutlich nachsteht. Auch ist natürlich die Rostblättrige Alpenrose („Almrausch“) (Rhododendron ferrugineum) ein ständiger Begleiter auf frühsommerlichen Almwanderungen.

Die Gräser und vor allem die Sauergräser, so die Seggen, gedeihen in großer Vielzahl auf Bergen wie in Talbereichen, doch ist deren Kenntnis eher eine Sache für Spezialisten. Dem begeisterten Bergwanderer genügt es, wenn er sich am faszinierenden Anblick der alpinen Gebirgsnatur erfreuen kann.